Kleidung der Brüder und Schwestern des Oderns im 13.Jhd - Kreuzfahrergemeinschaft Damiette

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Kleidung der Brüder und Schwestern des Oderns im 13.Jhd


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Kleidung der Ordensangehörigen anno 12. und 13. Jhd.


Zur Orientierung der Kleidung nahmen wir die Kleiderordnung von 1206 und ergänzten sie durch Recherchen. Dadurch standen einem Bruder/Schwester folgende Kleidungsstücke zur Verfügung:

Unterkleidung

Männer

3 Paar weiße Kniehosen (Brouchen) aus Leinen oder Flachs.
3. weiße Hemden aus Leinen oder Flachs
3 Leinen-Unterhemden (Schnitt Untertunika)
2 paar weiße Hosen (Beinlinge) aus Leinen (für warme Gebiete) und ein paar aus Wolle (für kühlere Gegenden)




Frauen

Weißes Unterkleid aus Leinen oder Baumwolle

Socken oder Strümpfe aus Leinen, Flachs oder Wolle

Die Unterkleider waren hell bzw weiß aus verschiedenen Gründen. Einer war der finanzielle Aspekt, da ja ungefärbte Stoffe am günstigsten waren, und damit den Statuen des Ordens entsprachen. Der zweite vielleicht unbeabsichtigte ist, das weiße / helle Kleidung die wärme nicht so schnell aufnimmt, und durch die Tatsache, das diese Kleider schnell feucht werden, da sich die Naturfasern schnell mit Schweiß anreichern, ist es so, das diese Stoffe eine kühlende Wirkung unter den schwarzen Gewändern hervorrufen. (Funktioniert wirklich habs an mir getestet)

Kopfbedeckung:

Männer

Eine Bundhaube

Weiße Kappe (wahrscheinlich aus Filz)

Weißer Turban

Oreillet



Frauen

Weißer Wimpel aus Leinen und darüber ein weißer Schleier

Cappa ohne Schwanz in Schwarz

Kopftuch



Kopfbedeckungen waren in unserer Zeit üblich. In der Öffentlichkeit war es Pflicht sein Haupt bedeckt zu halten

Zum Schutz vor der Sonne durften Brüder und Schwestern einen Hut mit Krempe (eventuell Strohut) tragen.




Übergewand:


Schwarze oder braune Woll-Kutte ohne Mönchskaputze, da darüber die Cappae getragen wurde.

Die Kutte ohne Kreuz,  mit dem Mantel oder der Cappae mit weißen Kreuz auf der (linken)* Brust war die Gewandung der Ordensangehörigen. Die Bedeutung dieser Kutte war klar, da ein jeder der in den Orden eintrat das Gelübde ablegen musste und somit als Diener Gottes galt, da er ja ganz nach den Regeln der Pflege und der Fürsorgen arbeiten musste. Das Vorbild war in diesem Fall der Barmherzige Samariter.

Auf Seite 43 im Buch die Hospitaliter im Königreich Jerusalem steht: „… Er (Gerhard) und seine Helfer sähen die Kranken und Schwachen als „Herren" an, denen sie um Christi willen dienen würden. Dabei wären die Worte des Herrn:" Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan." lebendige Wirklichkeit. …"



Abgesehen davon ist der Orden bis heute noch immer ein geistlicher Orden auf den Grundsätzen der Benediktiner.

* Der Standort des Kreuzes auf dem Übergewand ist je nach Buch immer unterschiedlich beschieben. Einige Bücher geben an er wäre ca 10-15 cm groß gewesen und wurde über dem Herzen auf der linken Brusthälfte getragen. Andere Bücher geben an, das Kreuz wurde mitten auf der Brust oder es steht nur auf der Brust getragen. Dabei spielte die Kreuzform bis dato noch keinerlei Rolle, erst mit Neuerungen in den 1260 oder gar erst im 14.Jhd. da widersprechen sich die Quellen, wurde das heutige Malteserkreuz als Standart eingeführt.


Mäntel


Schwarzer/ brauner Wollmantel, mit Fell gefüttert, für den Winter
Schwarzer/ brauner Wollmantel ungefüttert für den Sommer

Der schwarze/ braune Wollmantel diente für verschiedene Zwecke

Zum einem diente er natürlich zum Schutz vor dem Wetter, da Wolle ein Stoff ist, der am längsten die Feuchtigkeit bei Regen von einem abhielt. Des weitern mußten die Brüder ihn tragen, um darunter auch ihre Waffen zu verdecken, da nicht ersichtlich sein sollte, ob ein Bruder bewaffnet war oder nicht. Bis heute ist der Mantel im Gebrauch des Ordens als Zeichen dafür, dass man Ihm angehört.

Desweitern konnten die 'mitglieder des Orden aus den Reisen natürlich auch eine Garnache (mit Kreuz auf der Brust) tragen.



4 weiße Leinenbetttücher

Leinensack für Bettzeug

Diese Gegenstände standen einem Brudero, der in den Orden aufgenommen wurde zu.
Da der Orden keinerlei Schmuck erlaubte trugen die Brüder und Schwester einen Gürtel oder einen Strick an dem sie ihre Habseligkeiten befestigen konnten. ( Eßbesteck, Almosenbeutel usw. )






Waffenrock


Bis hinein ins Jahr 1248 wurde selbst im Kampf die Cappae getragen. Daher erlaubte Papst Innozenz IV weite schwarze Übermäntel zu tragen (Waffenröcke), die auf der Brust das Kreuz zeigen. Diese waren bis hin zum Jahre 1259/60 für alle einheitlich Schwarz. Danach wurden diese für Ritterbrüder rot mit einem durchgehenden weißen Kreuz auf der Brust.








Kleidung der Novizen/Novizinnen und Confrateres/Consorores


Bei dieser Gruppe des Ordens verhielt es sich so, das sie die schwarze oder braune Kutte trugen. Die Confrateres und Consorores unterschieden sich von den Brüdern kaum außer , dass diese Männer und Frauen nicht die gesamte Profess abgelegt, jedoch in dem Konvent mitlebten und halfen.


Verboten waren farbenprächtige Kleidung, Samt und die Häute wilder Tiere, denn schon die Kleiderordnung schien für damals äußerst verschwenderisch zu sein.

Verschwenderisch aus folgendem Grund:


Baumwolle war die Seide des mittleren Ostens! Da Baumwolle aus ganz vielen kleinen Pflanzenphasern besteht, die mühsam zusammen verdreht werden und nicht wie Leinen langphasig sind war die Herstellung sehr teuer und auch zeitaufwändig!


Quellen:

Vasallen Christi

Die Hospitaliter im Königreich Jerusalem

Der Johanniter-Orden Der Malteser-Orden

Templer und Johanniter

Die Johanniter (Am Anfang war Jerusalem)

Der Johanniter-Orden Band 1

The Order of St.John

Hopitaller Women in the Middle Ages

Gastgeber Gottes

© by Marc Hoßfeld


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